Dr. Edgar Franke

Mitglied des Deutschen Bundestages

Wanderausstellung des Deutschen Bundestages wieder im Wahlkreis

Wanderausstellung in den Räumen des KSK in Melsungen eröffnet

Auf dem Bild von rechts: Bürgermeister Markus Boucsein, Volker Wagner, Dieter Posch, Dr. Edgar Franke, Ausstellungsleiterin Anna Pulcher, Olaf Schüßler und Nils Weigand.

Zur Eröffnung sprach Dr. Edgar Franke. Hier ist seine Rede:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich und freue mich, dass trotz des schönen Wetters heute in die Kreissparkasse nach Melsungen gekommen sind.

Die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland spannt sich weit: Von den Bemühungen, Jahrhunderte alte englische Gewohnheiten lernend zu übernehmen, über die Verfassungskämpfe des 19. Jahrhunderts bis hin zu ersten echten parlamentarischen Demokratie in den 20er Jahren, der sog. Weimarer Republik.

Die Diktatur zerschmetterte die demokratischen Ansätze und erst die "Verfassungsväter“ und die wenigen „Verfassungsmütter“ fertigten 1949 einen Entwurf. Dieser hat mit den wenigen Modifizierungen im Zusammenhang mit der deutsche Einheit und der wieder gewonnene Souveränität bis heute Bestand.

Übrigens eine der Verfassungsmütter war Elisabeth Selbert aus Kassel, mit der mein Vater August Franke noch 1954 zusammen im Hessischen Landtag war.

Die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages war bereits mehrfach in meinem Wahlkreis zu sehen.

Immer bereitet es mir Freude, die Ausstellung zu eröffnen und den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte des Bundestages und seine Arbeit näher zu bringen.

Aber: Auch Schulklassen, jungen Menschen ist oftmals gar nicht bewusst, wie der Bundestag, wie die Demokratie funktioniert! Das merke ich immer, wenn ich mit Ihnen in Berlin – wir haben fast jede Woche Besuch einer Schulklasse – diskutiere.

Die Ausstellung ist sehr gut geeignet ist, einen Einblick in die Welt des Bundestages und die hohe Bedeutung dieser Institution für unsere Demokratie zu vermitteln.

631 Männer und Frauen vertreten die deutsche Bevölkerung im Bundestag. Seine Funktion und Arbeitsweise wird in dieser Wanderausstellung sehr anschaulich vorgestellt. Die Frauen und Männer im Parlament werden auf Vorschlag der Parteien vom Volke in freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.

Wir leben in einer Demokratie, die sich in der deutschen Geschichte als die beste aller Staatsformen bewiesen hat. Wir leben seit 1945 in einem weitreichenden äußeren und inneren Frieden. Übrigens auch für die breite Mehrheit im materiellen Wohlstand.

Wir haben vielleicht nicht die beste der Welten erschaffen, aber wahrscheinlich eine der am wenigsten schlechten.

Dazu tragen nicht zum geringsten die Menschen bei, die sich aus Überzeugung für unsere Demokratie engagieren.

Wenn man teilweise die Zeitung aufschlägt und sich die Leserbriefe anschaut, dann schaudert´s einen wirklich manchmal !

Politik und Politiker sind Projektionsfläche für viele Menschen; vor allen Dingen für alle Sachen, die nicht klappen. Auch persönliche Schwierigkeiten werden nicht selten auf eine höhere Ebene gehoben!

Bei aller Kritik: Wir müssen die parlamentarische Staatsform auch pflegen und beschützen.

Das setzt Kenntnisse über die demokratischen Abläufe voraus. Das setzt aber auch voraus, dass man sich für seine Interessen, wen nicht sogar, um das pathetische Wort zu benutzen, für das Allgemeinwohl einsetzt. Es macht Freunde, mit anderen etwas zu bewegen.

Und wenn einem bestimmte Dinge in der Gesellschaft nicht gefallen, kann man sie ändern!

Willy Brandt hat einmal gesagt: „Einsichten werden nicht dadurch falsch, dass man für sie keine Mehrheiten hat!“

Das lehrt uns, dass wir einerseits für unsere Einsichten einzutreten haben. Anderseits lehrt es uns, dass wir in der demokratischen Meinungsbildung im Dialog auch stets Mehrheiten zu suchen haben.

Mit der Ausstellung unterstützt der Deutsche Bundestag seit vielen Jahren erfolgreich den Dialog zwischen den Abgeordneten und Bürgerinnen und Bürgern.

Es ist mir dabei ein großes Anliegen, dass insbesondere unsere Lehrerinnen und Lehrer diese Ausstellung als Angebot wahrnehmen und unseren Schülerinnen und Schülern – zum Beispiel im Rahmen des Politikunterrichtes - die Arbeit unseres Parlamentes auf so anschauliche Art und Weise näher bringen.

Wir alle sind jetzt zu Lektüre und Betrachtung herzlich eingeladen.

Vielen Dank!" 

 

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HNA

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